„Gimme Danger“ – Doku über Iggy & The Stooges + Soundtrack

#movie #music

“ (…) ich muss immer wieder darauf hinweisen, dass Jim Osterberg und Iggy Pop nicht ein und dieselbe Person sind. (…) Die Kunst des Überlebens besteht darin, zu wissen, wann man den Iggy mal abschalten muss.“

Iggy Pop hat überlebt! Letzte Woche ist er 70 geworden und pünktlich zum Geburtstag ist gestern die Doku „Gimme Danger“ von seinem nicht weniger außergewöhnlichen Freund Jim Jarmusch im Kino gestartet und blickt mit Iggy zurück. Ein ehrliches Stück Punkgeschichte, von einem Künstler, der sagt „Ich will nicht zu den Glamour Leuten gehören, nicht zu den Alternativen oder Punks. Ich will einfach nur sein.“ Die Performance von Iggy & The Stooges Ende der 60er ist roh, unberechenbar, Excess. Extremes Entertainment ist ja nur noch selten zu finden. Heutzutage herrscht Rauchverbot auf Festivals. Da sind tiefe Einblicke in roughere Zeiten, wie sie der Film zeigt, irgendwie – befriedigend. Als Rock´n´Roll noch dreckig sein durfte – nein, musste.

„Gimme Danger“ gräbt tief in der Anfangsgeschichte der Stooges, im Chaos junger Kerle, die eine Band sein wollen, aber keinen blassen Schimmer haben, wie das überhaupt funktioniert. Geschweige denn, musikalisch ausgereift sind. Sie stolpern durch Drogen, Excesse, Hochs und noch tiefere Tiefs. Mit Anfang zwanzig ist die Band am Ende, kehrt heim, zurück in „Mom´s Wohnwagen“. Umso beeindruckender ist es dabei zuzugucken, wie das kleine Rumpelstilzchen Iggy einfach nicht unterzukriegen ist und immer wieder aufersteht.

Der Soundtrack zu „Gimme Danger“ klingt wie der Name des erfolgreichen Albums „Raw Power“, welches 1973 erschien. Energisch, kratzbürstig, tanzbar aber auch mal sanft wie „The Doors“. In „I´m sick of you“ hört man die Einflüsse deutlich. „Ohne The Doors hätte ich The Stooges nie gestartet“, so Iggy. Vor dem großen Ruhm waren die deutlich weniger zart…

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