Das harte Pflaster der Fahrradstadt – ZEIT ONLINE Juni 2020

#urbancycling

Ich starte meine Tour heute zwischen Gänsemarkt und Dammtor, mitten in Hamburgs City. Ein schöner Tag, perfekt fürs Radfahren, wäre da nicht die Verkehrslage.
Ich bin Fahrradkurierin und fahre seit zwei Jahren quer durch die Stadt. Mein Auftrag: so schnell wie möglich von A nach B. Ich bin mehrere Stunden am Tag unterwegs, mein Liefergebiet erstreckt sich über ungefähr zehn Kilometer in alle Himmelsrichtungen. Das schaffe ich am besten mit meinem Rennrad, es ist schnell, leicht, wendig. Viel los ist im Stadtkern immer. Hunderte von Tonnen an Lkw rollen an mir vorbei, an einigen Ecken drängt sich der Güterverkehr besonders dicht. Die Dammtor-Kreuzung beispielsweise ist eine der verkehrsstärksten der Stadt. Pkw-, Lkw- und Busverkehr aus vier Richtungen, mittendrin der Bahnhof, drum herum Fußgänger und Radfahrer.

An der Verbindungsbahn, die aus Eimsbüttel stadteinwärts dorthin führt, kommen mir die Lastwagen so nahe, dass uns lediglich Zentimeter trennen. Rechts Gebüsch, links vier Spuren Asphalt, ausweichen ist unmöglich. Lediglich eine aufgepinselte Linie, die teilweise Noppen trägt, markiert einen Fahrradstreifen. Die Noppen sollen beim Darüberfahren irritieren, ich bin mir nicht sicher, ob sich ein Lkw von ein paar Noppen irritieren lässt…

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