Störtebeker Elbphilharmonie Hamburg – Gastro Guide 2019/2020

#food #print

Mit der Rolltreppe geht es hoch hinaus. Ein Raum mit Massivholz und cognacfarbenen Ledersitzen- und Karten. Langer Tafel und arrangierten Tischen, die ein gutes Feng Shui ergeben. Das Lichtkonzept, gelungen. Indirekte Beleuchtung und nur dort, wo sie benötigt wird. Panoramafenster übernehmen die Aussicht über den Hafen. Der Blick in die Karte mit nordischen Spezialitäten wählt Labskaus (klein), Fjordlachs mit Kräuterrisotto (24,00 Euro) und Rumpsteak mit Drillingen, Apfel-Dampfkraut und Rotweinsoße (34,00 Euro). Wir bestellen, unser Kellner ist auf Zack, das Brot kommt geflogen, leider wortlos. Aperitif und Getränke kommen gleichzeitig, man hat wohl keine Zeit zu verlieren. Das Labskaus, schon da. Als Vorspeise recht üppig, Rollmops & Co. liegen separat und schmecken toll. Steak und Fisch samt Beilagen überzeugen leider nicht ganz. Zwar ist alles auf den Punkt, Fleisch wie Lachs zart – dennoch mag kein „Wow“ aufkommen. Geschmacklich passiert wenig.

Irritierend auch die Tatsache, dass es trotz Terrasse keinen Bereich für Raucher gibt. Dieser also gezwungen ist, das Gebäude zu verlassen. Nur möglich, wenn nicht gerade Konzertende ist und die Rolltreppen nur abwärts fahren. Im Zweifel heißt das 30 Minuten warten. Insgesamt ist das Störtebeker mit Barbereich, in dem man Pommes zum Bier genießt, ein entspannter Ort. Der Kellner sympathisch und für einen Schnack zuhaben.

erschienen im Szene Hamburg Essen+Trinken Gastro Guide 2019/2010